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Das Konzept der Sammlung


Die Sammlung Oskar Reinhart «Am Römerholz» ist ein Konzentrat von Spitzenleistungen der europäischen Kunst. Ausgehend von einem grossen Bestand impressionistischer Kunst spannt sich der Bogen zurück über die französischen Realisten, Romantiker und Neoklassizisten bis zur älteren Kunst, die durch einzelne bedeutende Beispiele ebenfalls vertreten ist. Aus der Generation der Postimpressionisten haben vorrangig diejenigen Protagonisten Eingang in die Sammlung gefunden, die dem Impressionismus in besonderer Weise verpflichtet waren. Werke späterer Künstler aus dem 20. Jahrhundert sind die Ausnahme. Sie zeichnen symbolisch die Grenze der Sammlung zur Kunst der klassischen Moderne.
Wichtige Anregungen für das Profil seiner Sammlung empfing Oskar Reinhart von der um 1900 in Deutschland stattfindenden Aufnahme und Beachtung des französischen Impressionismus. Reinhart erkannte in dessen Fest aus Farbe und Licht für sich das Mass allen künstlerischen Strebens. Dieses Credo verband er mit der Vision von einem umfassenden Museum der europäischen Kunst. So schenkte er dem französischen Impressionismus besondere Beachtung, sammelte er aber auch Kunst der jüngeren und älteren Vergangenheit, sofern diese sich mit den malerisch-ästhetischen Qualitäten des Impressionismus in Verbindung bringen liess.
Oskar Reinharts Anliegen waren grosse Künstlerpersönlichkeiten und nicht deren Epoche. Und ebensowenig wie dem historischen Kontext schenkte er dem Gesamtœuvre eines Künstlers grössere Beachtung. Er war eher bestrebt, immer nur die besten erreichbaren Werke eines ihn interessierenden Künstlers zu erwerben.

 


© 2009 Bundesamt für Kultur, Bern